[SL] Weg mit den Checklisten – hören Sie gerade jetzt Ihren Mitarbeitern zu!

Schon sind sie da und verbreiten sich in beeindruckender Geschwindigkeit, die Checklisten zur Krisenbewältigung. Erstaunlich, ist doch gerade die aktuelle Situation das Beispiel eines “schwarzen Schwans”, also etwas Unvorhersehbares. Dennoch schwimmen viele Entscheider erneut auf der Welle all der “Schwarmdummen” (eine Reminiszenz an Gunter Dueck) mit und nutzen die gleichen Werkzeuge wie alle anderen, um die individuelle Krise / Störung des eigenen Unternehmens zu bewältigen.

Was ist aber die Alternative zur Checkliste?

Ganz einfach, richten Sie gezielt Fragen an Ihre gesamte Belegschaft ohne Rücksicht auf Hierarchien.

Die Mitarbeiter und Führungskräfte wollen gerade jetzt nicht “beschäftigt” werden, sondern ihren Beitrag zur Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens einbringen!

Es ist jetzt mehr denn je die Pflicht der Entscheider einen konkreten Arbeitsauftrag an die gesamte Belegschaft zu senden. Durchhalteparolen wie “Wir müssen da jetzt gemeinsam durch” oder “Lassen Sie uns den Umsatz stabilisieren” bringen nichts.

Atlas
Quelle: eigenes Bild

Der Arbeitsauftrag muss alle Unternehmenseinheiten betreffen, jeder soll sich einbringen, und es gilt, die aktuellen Zeiten zum Nachdenken zu nutzen. Es geht nicht darum, gemeinsam Checklisten externer Berater abzuarbeiten, sondern darum sich gezielt und übergreifend Gedanken zu machen, welche Experimente, Diskussionen, Veränderungen eine Bereicherung für Ihr Unternehmen wären.

Seien Sie offen in der Schilderung der derzeitigen Defizite und Unsicherheiten, Offenheit wird immer und besonders jetzt geschätzt. Durch die Vielzahl von Remote-Mitarbeitern ergibt sich die Möglichkeit der schriftlichen Darlegung und besonnenen Faktenauflistung, ohne Unterbrechung durch Selbstdarsteller und Phrasendrescher. Organisieren Sie lediglich den Informationsaustausch zur Ihrer ganz individuellen Fragestellung im Unternehmen ohne jeglichen Vorbehalt. Vertiefen Sie die Fragen bei allen Vorschlägen und schalten Sie sich selbst ab und an in die Diskussionen ein. Nutzen Sie den jetzigen Freiraum zum freien Gedankenaustausch, wir glauben daran!

Christoph Lefkes

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